Wie aus einem Gedicht eine Geschichte wird

Sommerzeit, Gelsen-/Mückenzeit…Alles eine Frage der Betrachtung!

Schülerinnen der 3TA verwandeln ein “stechendes” Gedicht in eine romantische Geschichte.

 

Lutz Rathenow

Die Mücke

Die Mücke saugt
Zeigefingerblut.
Meins. Mückenruhig.
Das bekam ihr gar nicht gut.

Schon fliegt die nächste ran.
Und fängt zu saugen an.
Menschensaft pur,
saugt sie stur.

Eitel meldet sich das Gewissen:
Du bist, für Mücken, ein Leckerbissen.
Nein, ich töte keine Mücken mehr.
Denn sie verehren mich zu sehr.

 

Eine Auswahl der Umformungen in kurze Prosatexte:

 

Der Mann begann mit seinen Händen in der Luft zu wedeln. „Schon wieder diese blöde Mücke!“, dachte er sich. Das Insekt landete immer wieder auf ihm und fing an, sein Blut zu saugen. Nach einiger Zeit gab der Mann auf und ließ die kleinen Tiere um ihn herum frei fliegen. Er wollte sie nicht mehr töten. Und warum? Der Mann hatte sich noch nie so verehrt gefühlt. Die Mücken gaben ihm mehr „Küsse“, als er bisher jemals bekommen hatte. 

R.D.

 

Oaf meina Hond oam Zeigefingerl siatzt a Gösen und sauft mei Bluat. De Gösen siatzt stü und sauft mei woansinniges guats Bluat. De näxte kimmt scho gflogen, pletzlich fongt de a o mei Bluat zum saufa. Boah, dera hots guid gschmeckt, de sauft nämlich no imma! Pletztlich sogt mei Schädl, i bin a Hawara fia de Gösen. Na de bring i nimma um, de gain jo a Herzal fia mi!  

Sophie

 

Eines Tages setzt sich Franz auf eine Liege in seinem Garten. Er will sich entspannen und schlafen. Aber weil es Sommer ist, fliegt schnell eine Mücke zu ihm hin. De Mücke denkt sich: ,,Juhu, frisches Zeigefingerblut!‘‘ Sie beißt sich fest und saugt und saugt. Sie denkt, dass es ihres wäre, aber schnell erfasst sie eine große Übelkeit. Franz bemerkt die Mücke, doch er lässt sie saugen. Er spricht: „Wenn ich schon bei Frauen kein Glück habe, vielleicht habe ich ja Glück bei den Mücken!!!‘‘

A.L.