Erasmus – Projektreise der 7TA im Juni 2025
« Sur le pont d’Avignon on y danse, on y danse … »
Die Projektreise der 7TA startete am Abend des 18. Juni am Wiener Hauptbahnhof und führte die Schüler:innen des Tanzzweiges im Nachtzug zum ersten Zwischenstopp nach Zürich. Dort erwartete die Klasse eine gemütliche Pause im Park am Wasser und eine frische Abkühlung in der Limmat.

Beim nächsten Halt in Mulhouse konnte sowohl die alte Kunst des Stoffdruckes im „Musée de l’impression sur étoffe“ bestaunt wie auch die Altstadt genossen werden. Nach dem Flanieren und Kartenspielen wurde der erste Abend in Frankreich mit dem traditionellen Gericht „Moules-frites“ gekrönt.

Der nächste Morgen brachte die tapferen Zugreisenden im TGV zum lang ersehnten Ziel nach Avignon. Von der Hitze erschlagen war fortan jedes Vorankommen nur mehr im gemäßigten Tempo möglich. Schatten sowie klimatisierte Räume erlangten in diesen Tagen eine völlig neue Wertigkeit.

Die Stadt Avignon wurde sofort mit Begeisterung erkundet und die ersten Euros in „Tagestattoos“, Souvenirs und Eis investiert. Der nächste Tag begann mit einem Croissant und der Besichtigung des mächtigen Papstpalastes. Während im Palast die Vorbereitungen für das Theaterfestival der Stadt – „le Festival d’Avignon“ bereits anliefen, zeigten die Schüler:innen der 7TA auf dem bekanntesten Brückenteil der Welt ihre Tanzkünste.

Am Samstagabend konnte die Klasse die Jahresaufführung unserer Partnerschule, des Collège/Lycée Frédéric Mistral, im Théâtre d’Avignon live miterleben. Mit der genauen Beobachtung und Analyse der Tanzstile und Schritte konnten die Schüler:innen der Boerhaavegasse ihre Professionalität unter Beweis stellen. Das erste Kennenlernen abseits der Bühne wurde durch diese Vorstellung von Fragen und Erwartungen erfüllt. Nach der Vorführung ist vor der Party! Bei der Straßenfeier „fête de la musique“ , welche in ganz Frankreich am 21. Juni stattfindet, lud an jeder Ecke Musik zum Feiern ein.
Der Sonntag darf auch auf einer Projektreise etwas entspannter gestartet werden und so waren erst gegen Mittag alle bereit für den Ausflug auf die „Donauinsel“ von Avignon – île de la Barthelasse. Mit Erschrecken und etwas Stolz konnte schnell der Wiener Variante die Bestnote gegeben werden. Nach langem Suchen konnte auch ein Platz zum Entspannen gefunden werden. Die Fähre über die Rhône brachte die Gruppe zurück auf das Festland und bot einen wunderbaren Blick auf die Stadtmauern und die Palastanlage von Avignon. Le cinéma français mit dem Film „Avignon“ ist das Abendprogramm für diesen Sonntag und bei der Spätvorführung gehörte der Kinosaal fast ausschließlich den Tanzkindern.

Am Montagmorgen wurden die Präsentationen für den anstehenden Austauschnachmittag mit dem Lycée Mistral optimiert und einstudiert. Dort erhielten die Schüler:innen eine Tour durch das Areal und stellten fest, dass in Wien doch Einiges anders abläuft. Der Empfang der Tanzkinder des Collège/Lycée Frédéric Mistral ließ nicht nur Platz zum Austausch von Tanzschwerpunkten, Trainingsmodellen und Vorführungserfahrungen, sondern wurde durch ein gemeinsames „goûter“ gleich zum angenehmen Zusammensein.

Am letzten Tag des Aufenthaltes durften die Schüler:innen der 7TA ihre AustauschpartnerInnen direkt bei den Tanzproben im Conservatoire de danse von Avignon besuchen und einige Werke der Jahresaufführung in anderen Formationen erleben. Gemeinsam in Socken auf dem Tanzboden fühlten sich alle am wohlsten. Der Körper spricht, die Musik leitet und die Emotion verbindet. Und da bei Tänzer:innen meist der Lebensweg sehr international bleibt, ist ein Wiedersehen mit den Künstler:innen aus Avignon auf der Bühne nicht ausgeschlossen.
