Die Kulturtage der 8AmC in Linz im September 2021

Kulturtage Linz im September 2021

vor dem Brucknerhaus

„Willkommen im Abenteuer!“

So begrüßte uns Herr Professor Wigelbeyer im Zug. Was uns während der kommenden fünf Tage in Oberösterreich erwartete, war dann eine Abfolge von Abenteuern: durch die (Musik-)Geschichte, durch Klangerlebnisse erstaunlichster Art und natürlich durch Linz. Wir – also die 8AmC – erlebten gemeinsam mit den Professoren Wigelbeyer und Permanschlager sowie Frau Professor Hirzberger-Müller einiges – beginnend an unserem ersten Abend. Wir hatten nämlich das Glück, genau zum Beginn des international bekannten Brucknerfestes anzukommen und konnten so gleich am Ankunftstag im Donaupark die „Linzer Klangwolke 2021“ genießen. Bei der außergewöhnlichen  Inszenierung wurden wir Zeugen von fliegenden Cellistinnen, einem auf der Donau schwimmenden Orchester, hunderten von davonschwebenden Luftballons und einer einzigartigen Lasershow. Zu guter Letzt konnten wir als Abschluss dieses ereignisreichen ersten Abends noch die Band „Russkaja“ live erleben.

vor dem Brucknerhaus

Am folgenden Tag ging es in der Früh los zum Brucknerhaus, wo wir beim Festakt des Brucknerfestes dabei waren. Neben dem Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester, das für die musikalische Begleitung der Eröffnung zuständig war, sprachen mehrere Politiker*innen, darunter auch Vizekanzler Werner Kogler und Festredner Heinz Fischer. Dabei war im Übrigen auch zu beobachten, wie vor allem die oberösterreichischen Redner*innen sich bei dieser kulturell-politischen Veranstaltung mit dem Motto „Mutige Impulse – Bruckner und seine Schüler*innen“ im Zusammenhang mit der kommenden Wahl präsentierten.

Nach dem Festakt und einem stärkenden Mittagessen machten wir uns in Teams auf, bei einer Rallye Linz zu erkunden. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem „Bruckner-Orte“. Am Abend fanden wir uns ein weiteres Mal beim Brucknerhaus ein, diesmal um dem Eröffnungskonzert des Brucknerfestes beizuwohnen. Wir erlebten ein Klavierkonzert von Brahms, die „Unvollendete“ von Schubert und ein „Symphonisches Präludium“ von Bruckner…

…mit dem es am nächsten Morgen auch weiterging. Von Ansfelden aus spazierten wir mit seiner Musik in unseren Kopfhörern den „Bruckner-Sinfonien-Wanderweg“ nach St. Florian, wo der Komponist in seiner Jugend Sängerknabe war. Im Stift bekamen wir eine aufschlussreiche Führung, außerdem wurde uns die imposante „Bruckner-Orgel“ erklärt und vorgeführt, wir durften sogar einen Blick in den hinter den Pfeifen versteckten Teil des Instrumentes wagen. Zuletzt ging es schließlich in die Gruft, in der genau unter der Orgel der Sarg Anton Bruckners liegt. Wir hatten die Ehre, dort unten sein „Locus Iste“ zu singen, ein Moment, der uns allen wahrscheinlich lange in Erinnerung bleiben wird.

St. Florian

 

Doch damit war es für den Tag nicht genug, am Abend erlebten wir auf den Dächern von Linz einen fantastischen „Höhenrausch“.

Der Dienstag war wohl der härteste Tag für viele: Wir besuchten den „Lern- und Gedenkort“ Schloss Hartheim und hatten dort einen begleiteten Rundgang durch die Räume, in denen während der Zeit des Nationalsozialismus ca. 30 000 Menschen mit psychischer oder physischer Beeinträchtigung ermordet wurden. Gut, dass wir uns danach noch im „Café Lebenswert“, das integrativ betrieben wird, stärken konnten.

 

Schloss Hartheim

Am Abend ging es ein letztes Mal ins Brucknerhaus, wo wir bei einem Liederabend von Sophie Rennert und Helmut Deutsch dabei waren.

Auch an unserem Abreisetag hatten wir noch Programm: Bevor wir in den Zug zurück nach Wien stiegen, gab es eine Führung durch die Ausstellungen des „Ars Electronica Center“ und dessen „Deep Space“.

im Deep Space

Dann waren unsere Kulturtage aber auch schon zu Ende, in denen wir ziemlich viel erlebt, gesehen und auch gelernt haben. Ein großer Dank daher an die drei Lehrer*innen, die diese Tage für uns organisiert und begleitet haben, wir werden das Abenteuer „Kulturtage“ in Erinnerung behalten!

Text: Eleni Steinborn, 8C