Partir à l’aventure avec la 7C – Sprach- und Musikreise nach Nizza

Die Schüler:innen der 7C haben sich im März diesen Jahres auf den Weg nach Nizza gemacht. 

Von der Côte d’Azur träumend, beginnt die Fahrt im Liegewagen von Wien nach Milano.Den italienisch-französischen Zugstreik hinter uns lassend, erreichen wir das sonnige Nizzaam späten Sonntagnachmittag und werden von unseren Gastfamilien am Bahnhof „adoptiert“. Wie das Leben so ist, kommt es auch hier zu einem gewissen Ungleichgewicht, aber es haben alle ein warmes Bett.

Am Montagmorgen beginnt der Sprachkurs bereits um 8 Uhr Früh. Es scheint, als hätten wir Österreicher:innen unseren Arbeitseifer der frühen Morgenstunden bis nach Frankreich geschleppt. Wir betreten daher das von Zäunen verriegelte Gebäude der Sprachschuleallein und halten verdutzt nach den französischen Schüler:innen Ausschau. Das Essen in der Kantine stärkt uns für die Tour durch das Alte Nizza, die zu unserem Erstaunen einen  philosophischen Einschlag hat und einer „Lebenseinführung“ ähnelt. Auf dem höchsten Punkt Nizzas angekommen, lädt der Blick auf die Stadt und das Meer jedoch zum Flanieren und Genießen ein.

Es folgen weitere, teils anstrengende Sprachstunden und Ausflüge nach Villefranche und San Remo. Vom „Pétanque-Spiel“ und Blumengarten in Villefranche-sur-mer direkt in eine Großkontrolle am Bahnhof, die uns eine Stunde kostbare Freizeit kostet.

In San Remo erwarten uns gelati und la dolce vita. Mit unseren Muttersprachlerinnen am Start haben wir für alle Situationen eine passende Dolmetscherin. 

Es ist Mittwochabend, wir sind müde, verschwitzt und hungrig. Als höchstprofessionelle Sänger:innen mit gleichnamiger höchstprofessioneller Chorleitung bereichern wir die „soirée interculturelle“ mit einem abwechslungsreichen österreichischen Programm.

Für das absolute Frankreich-Feeling sorgt der Generalstreik am Donnerstag. Keine Öffis, keine Kantine und drohende Sperren. Die Fußmärsche zur Schule werden mit den ersten heiteren Austauschstunden in Italienisch belohnt. Manch einer dichtet sich für das Kennenlernspiel sogar eine neue Identität an. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass die Franzosen schlechter Italienisch können als wir. 

Neben dem Matisse-Museum im Klostergarten nehmen wir ein improvisiertes Picknick ein und kommen erst mal zur Ruhe. Das langersehnte Urlaubsstadion erreichen wir vermutlich auch dank der guten Playlist der 7C. Jeudi soir – Nice la nuit. Wir Lehrpersonen sind glücklich, als wir erfahren, dass alle Kinder gut nach Hause gekommen sind.

Am Freitag geht es für die Französischlerngruppe musikalisch weiter und wir teilen Gesang, Rhythmus und verhaltene Tanzschritte mit den Austauschschüler:innen. Ja, wir haben sie zum Jodeln gebracht. OHHH LLAAAA DIIIOOOHHH!

Der letzte Abend endet – wie sollte es auch anders sein – am Strand, la plage. Beim gemeinsamen Mahl mit Käse, Baguette und amerikanischen Chips sind wir einfach nur glücklich.

Auf der Rückreise machen wir in Mailand einen Zwischenstopp. Vor strahlend blauem Himmel ist der Dom absolut einen „Fotomoment“ wert. Im Dauerlauf zur Gepäcksaufgabe und ab zum Zug. Übernächtig, erkältet und von Übelkeit geplagt liegen die Nerven blank. Wo fährt unser Zug ab und wo sind unsere Liegeplätze? Zum Glück kann das neu erworbene Lego aus Mailand die “Kinderherzen” wieder zum Hüpfen bringen.

Mit etwas Verspätung erreichen wir nach neun Tagen endlich unsere schöne Heimat.

Und wie vermutlich auf jeder Austauschreise hatten auch hier manche Stress, überfüllte Koffer und ein Gefühl der Dankbarkeit für das eigene Glück zuhause. SLAY