Antigone revolutions

Vier Autoren. Vier Frauen. Ein Mythos.

Antigone revolutions

Regiebeitrag: € 3,-

Anmeldung erbeten unter: https://forms.office.com/r/eENCLhfQdQ

Inhalt:

Eteokles und Polyneikes, die beiden Söhne des legendären Königs Ödipus haben einander im Streit um die Krone Thebens gegenseitig umgebracht.

Der neue Tyrann, Kreon, erklärt aus Staatsräson einen der beiden zum Helden, der andere aber soll unbestattet am Schlachtfeld liegen bleiben.

Das kann Antigone nicht zulassen. Trotz der Gefahr, als „Verräterin“ gefasst, verurteilt und hingerichtet zu werden, macht sie sich auf den Weg, den toten Bruder zu begraben…

Montag 23.5.2022, 19:00, Otto Glöckel-Saal des BG Boerhaavegasse, 1030 WIEN

 

Bearbeitung:

Ausgehend von einer so gut wie nie gespielten expressionistischen Version hat die (k)alte küche – die Theatergruppe des BRG Boerhaavegasse vier verschiedene Interpretationen des Antigone-Stoffes zu einem Stück zusammengefügt:

Die Antigone der Autoren Sophokles (um 440 v.Chr.), Walter Hasenclever (1917) und Jean Anouilh (1942) ist jedes Mal ein anderer Charakter, handelt jedes Mal aus anderen Motiven und wird konsequenter Weise auch von drei verschiedenen Darstellerinnen verkörpert. In dem Vorspiel, einer Szene aus dem Drehbuch zum Film „Die Berliner Antigone“ von 1968 (Leopold Ahlsen nach Rolf Hochhuth), wird die Geschichte in die Zeit des Zweiten Weltkriegs verlegt.

Allen vier Frauen ist eines gemeinsam: Sie stellen moralisch richtiges Handeln über alles – auch wenn das in Zeiten der Diktatur lebensgefährlich ist.

Das Stück ist aber auch die Tragödie eines Herrschers bzw. Richters, dem, von der Macht korrumpiert, allmählich die Kontrolle entgleitet. Und schließlich wird vom Lernprozess eines ganzen Volkes erzählt: von anfänglichem Hurra-Patriotismus über aufkeimenden Protest bis zur gewaltsamen Entladung der Unzufriedenheit in einer Revolution. Parallelen zu Ereignissen der jüngeren Geschichte und Ähnlichkeiten mit dem Verhalten tatsächlich lebender Staatenlenker ergeben sich nicht zufällig, sondern sind unvermeidbar.

Besetzung:

Anne Hofmann ……………………..……..……… Marta Bilaver

Soldat ……………………………….…………….… Lola Mundigler

Richter Hellmer ……………………..….……… Emilio Tamerler

Antigone (Sophokles) …………..… Katharina Voglsperger

Antigone (Hasenclever) …………….………..…… Alea Kunz /

Christina Ruff

Antigone (Anouilh) ……..…….… Anastasia Leiwe-Missios

Ismene ………………………………………….……… Sayen Löffler

Kreon, Tyrann von Theben  ……….……… Emilio Tamerler

Anführer ………………………..………………..… Lola Mundigler

Wächter, Bote …………………..…..…….…. Marcus Strapetz

Haimon, Sohn Kreons ………………………..…………. Nils Bolt

Teiresias, Seher*in ………………………….…… Alina Sommer

Eurydike, Gattin Kreons ………….…….…… Paula Ellmauer

Chor der Bürger Thebens ………………..…..……. Ensemble

Bearbeitung, Technik und Regie: …………… Alfred Woda