Zu Fuß von Wolfsthal bis Schwechat – Auf dem österreichischen Jakobsweg

Eine kleine Pilgergruppe aus der Boerhaavegasse hat Gelsenschwärmen, Hitze und Regen getrotzt und ist von 21. bis 23. Juni 2019 von Wolfsthal bis Schwechat gegangen.

Mit der Bahn ging unser Abenteuer „Fußwallfahrt“ los. In Wolfsthal wurden wir bei dir Kirche von der netten Mesnerin empfangen und durften in der Jakobskirche mit guten Gedanken und einem Gebet unsere Wallfahrt bewusst beginnen. Die Augen und Ohren für die Schönheit der Natur offenhalten, bewusst fühlen, riechen und schmecken war das Thema dieser drei Tage. Die Freude über den schattigen Weg-Abschnitt im Auwald vor Hainburg dauerte nicht lang, als sich hungrige Gelsenschwärme auf uns stürzten. Wir fühlten sehr bewusst die Gelsenstiche, aber dafür kamen wir auf dieser Etappe wirklich schnell voran.

Den angekündigten Regen vermissten wir am zweiten Tag, als wir von Regelsbrunn bis zu unserem zweiten Etappenziel Fischamend am Feldweg in brütender Hitze marschierten, doch er erfrischte uns am dritten Tag auf dem Weg nach Schwechat. Ganz unabhängig vom Wetter genossen wir die viele Zeit, die das Gehen uns schenkt,  – Zeit für Gespräche über Gott und die Welt, Zeit zum wirklichen Anschauen der Landschaft, der Felder, der Pflanzen, der Wolken, Zeit zum Schweigen und Nachdenken, und Zeit, zu sich selbst zu kommen nach einem aufregenden Schuljahr.

Müde, aber glücklich erreichten wir schließlich am Sonntag zu Mittag unser Ziel, die Jakobskirche in Schwechat, wo wir wieder freundlich empfangen wurden.

Erster Tag: Beschwingt und motiviert machen wir uns auf den Weg.

Der Auwald vor Hainburg – wunderschön, angenehm kühl. Und: Wir haben Gelsen gefüttert.

Zweiter Tag: Von Petronell nach Wildungsmauer – Die Windräder geben Anlass zum Sprechen über Energieverbrauch und die Zukunft unseres Planeten.

Regelsbrunn – Das Pilgerbuch in der Pfarrkirche zeigt uns, dass wir nicht die Einzigen sind, die diesen Weg gehen, und macht uns die lange Tradition des Pilgerns bewusst.

Dritter Tag: endlich Regen!

Am Treppelweg zwischen Fischamend und Mannswörth sehen wir auch die Spuren des letzten Hochwassers – Plastikflaschen und anderen Müll.

Fotos: M. Pelikan