Venedig-Kunst-Reise der 7A + 7B September 2019

Schon auf dem Weg in die wunderschöne Stadt Venedig konnten wir alle das warme und lebhafte Klima Italiens spüren. Wir lachten, sangen und sprachen stundenlang, bis wir in den Schlaf fielen, um schon in wenigen Stunden am Reiseziel aufzuwachen und die ersten Blicke auf Venedig zu erhaschen.

Die Stadt war atemberaubend. Wohin man auch sah, bunte kleine Häuser, temperamentvolle Italiener und sehr, sehr viel Wasser. So viel, dass man keine zwei Meter gehen konnte, ohne auf eine Brücke zu steigen und sich vom sich im Wasser spiegelnden Licht verzaubern zu lassen.

Schon am Tag unserer Ankunft schlenderten wir zusammen nur so dahin und ließen uns von dem großen Glanz dieses Ortes berauschen.

Noch am selben Tag gingen wir in eine Austellung im Dogenpalast, die viele verschiedene Ölgemälde der alten Meister ausstellte. Manche der Bilder waren so beeindruckend und schienen mit so viel Zeitaufwand und Genauigkeit gemalt worden zu sein, dass ich stundenlang davor stehen und sie betrachten hätte können. Besonders beeindruckt hat mich ein mit Ölfarben gemaltes Portrait eines kleinen Mädchens, das sehr edel gekleidet und geschmückt war, jedoch erst interessant für mich wurde, als ich bemerkte, wie jede noch so kleinste Ader und jedes Stück hauchdünner Haut mit dem Pinsel detailgetreu sichtbar gemacht wurde.

Es schien fast so, als könnte man sie berühren und mit dem Finger über ihre wolkenweich aussehende Haut streichen.

Später, als die Sonne unterging und einen goldenen Schleier über das Meer legte, besuchten wir eine kleine Insel, auf der sich eine Kirche mit einem mächtigen Turm befand. Wir fuhren hoch auf diesen ewig hohen Turm und als wir oben waren, konnten wir das ganze gegenüberliegende Festland sehen, auf dem sich die Leute langsam sammelten, um das Abendrot zu genießen. Die Aussicht war atemberaubend und für einen kurzen Moment dachte ich, als ich mich aus einem der Löcher im alten Stein lehnte, dass ich fliege, und über ganz Venedig sehe.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir endlich die Biennale, auf deren Besuch wir alle so sehnlich gewartet hatten und die auch der Grund unserer Reise war. Wir schlenderten von Pavillon zu Pavillon und ließen die Kunst auf uns wirken, wir hatten ja genug Zeit. Von den verschiedenen, architektonisch ausgeklügelten Pavillons gefielen mir die von Spanien, Belgien und Österreich am besten.

In der spanischen Austellung befanden sich viele kleine Kunstwerke, auf die man sich jeweils genaustens konzentrieren musste, um sie zu interpretieren. Ich entschied mich für die kleinen, unscheinbar wirkenden Beutelchen, Gipsabgüsse eines Objekts, das ich bis heute nicht identifizieren kann, und ließ mich in ihren Bann ziehen. Ich stand lange da, und (…)

Ich bin sehr dankbar für diese Woche. Es war eine unglaublich inspirierende Zeit und ich habe es sehr genossen, so viel Kunst und Kultur Italiens kennenzulernen. Ich werde auf jeden Fall wieder zurückkehren und mir den niemals enden wollenden Glanz Venedigs auf ein Neues ansehen.

Ich hoffe, das schaffe ich noch, bevor die Stadt untergeht, denn das Wasser steigt und die Zeit rinnt. Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis die Stadt zu Atlantis wird und die Zeit sie einholt. Alles ist vergänglich und Venedig wird uns daran erinnern, das nichts ewig währt, und man jeden Moment, so unscheinbar er auch wirken mag, auskosten muss.

Eleonora Auersperg 7b

Venedig-Kunst-Reise der 7A + 7B
September 2019
Begleitung:
BE-Schwerpunkt-Lehrerinnen
Prof. Irmgard Bebe
Prof. Barbara Brandl
Prof. Gabriele Mautner
Klassenvorstand 7A
Prof. Charlotte Schiessler
Klassenvorstand 7B